BildungsZentrum St. Benedikt | Promenade 13, A-3353 Seitenstetten | T: +43 (0) 7477 / 428 85 | F: +43 (0) 7477 / 42885 - 20 | E: bildungszentrum@st-benedikt.at
Ein Bildungshaus der Diözese St. Pölten
Ausstellung
Alte Sorten, neue Wege in Seitenstetten
Die Schätze der Mostviertler Streuobstwiesen und deren ökologischer Mehrwert werden derzeit im Bildungszentrum St. Benedikt in Seitenstetten gezeigt.
Das Buch „Birnen & Äpfel“ über die Vielfalt der Streuobstwiesen wurde ja schon im Vorfeld vorgestellt, nun galt es am 17. September im Bildungszentrum St. Benedikt im Rahmen einer Vernissage die dazugehörige Ausstellung zu eröffnen. Für die LEADER-Region Tourismusverband Moststraße mit 31 Gemeinden und über 100 Mitgliedsbetrieben hob deren Obfrau Michaela Hinterholzer in ihrem Grußwort diese Kulturlandschaft als besonderes Kapital hervor, Landtagsabgeordneter Lukas Michlmayr betonte die Bedeutung der Sortenbestimmung und verwies zudem auf die neue Birnenerlebniswelt in Haag.
Auch Mathias Weis ist längst vom hohen Wert dieses vielfältigen Lebensraumes mit all seinen Früchten überzeugt, „die nicht nur ästhetisch schön, sondern auf neuen Wegen wie genetischen Abgleichen auch zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen führen!“ Er konnte mit der Theilersbirne im eigenen Garten, dem Sämling „Wieshaider Apfel“ bei Familie Roseneder und dem Gaisbichler Fraunapfel der Familie Ritt nach Durchführung genetischer Analysen aus dem „Sortengarten Mostviertel“ sogar einige Seitenstettner Besonderheiten entdecken. „Bei Familie Sindhuber wiederum fanden wir in einem 150 Jahre alten umgestürzten Baum sogar den seltenen Käfer namens Eremit.“
Ein Garten Eden als Auftrag
Die beiden so engagierten Pomologinnen Martina Schmidthaler und Gerlinde Handlechner sind nicht nur die Autorinnen des neu aufgelegten, mit reichlich Information bestückten, sehr übersichtlich gestalteten und ergänzten Sortenbuches „Birnen und Äpfel“, sie stellten im Rahmen der Vernissage auch einige Sorten vor und erzählten dazu mitunter auch amüsante Geschichten rund um ihre Bestimmungstätigkeiten, zum Beispiel vom Notapfel, einem Nichtblüher mit Früchten, diversen Schnapsbirnen, dem Großen Mostputzer oder auch dem Christkindlmost.
Für bodenständige Musik mit Geige und Streirischer sorgten Karin Kimmeswenger und Lorenz Müller, die zuletzt mit dem Lied „Apfel, Nuss und Kaiserbirn“ die vielen Besucher begeistern konnten. Bildungshausleiter Johannes Deinhofer eröffnete die Ausstellung und sprach vom Garten der Fülle und Schönheit, vom Reichtum der Natur, die einen achtsamen Umgang verdient, „damit die Schätze des Mostviertels auch erhalten bleiben!“ Die Ausstellung ist bis 11. November geöffnet, die Obstbaum-Pflanzaktion läuft noch bis 4. Oktober.
Text+Bilder: J. Penzendorfer
Di., 22.09.2026
Di., 22.09.2026 bis Di., 20.10.2026
Mi., 23.09.2026 bis Mi., 14.10.2026
Mi., 23.09.2026 bis Mi., 21.10.2026
Mi., 23.09.2026 bis Mi., 02.12.2026
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