Navigation

Nachberichte

Chorkonzert: Vokal Pur

Mo., 24. August 2026

Sommerprojekt

 

A-Cappella-Chormusik verschiedener Traumwelten

 

Der Chor „Vokal Pur Wien“ konzertierte auch heuer zum musikalischen Ausklang der Probenwoche im Bildungszentrum mit einem hochkarätigen Konzert im Stift Seitenstetten.

 

Das Ensemble „Vokal Pur Wien“ – bestehend aus vielen erfahrenen Sängern des traditionsreichen Singvereins der Gesellschaft der Musikfreunde – gastierte heuer zum bereits sechsten Mal im Bildungszentrum St. Benedikt, um in konzentrierter Probenarbeit an fünf Tagen ein Konzertprogramm unter dem Motto „Ich hab‘ die Nacht geträumet“ einzustudieren. „Wir haben täglich bis zu sieben Stunden geprobt und wissen die angenehme Atmosphäre im Bildungshaus sehr zu schätzen!“, betont dessen künstlerischer Leiter Johannes Kaupp.

 

Zu Beginn des Konzertes am 19. August erklang im Promulgationssaal das traditionelle schwedische Volkslied „Trilo“, worin schon anfangs die träumerische Sehnsucht nach jemandem - in wunderschöne Klangteppiche gelegt – besungen wurde. Die musikalische Programmvielfalt zum Thema „Traum und Musik“ wurde eindrucksvoll mit Darbietungen von Chormusik aus verschiedenen Ländern unterschiedlichster Stile, oft in melancholischen, fast sehnsuchtsvollen, mitunter auch geheimnisvollen Tönen bewiesen, ob mit Werken von Edvard Grieg, Max Reger, John Dowland oder auch Johannes Brahms.

 

Stunde voll Poesie und Klang

 

Das „Libera me“ des zeitgenössischen ungarischen Komponisten Lajos Bárdos umschrieb die Vision vom Ende des Gerichts drastisch und auf herzberührende Weise, der Spiritual „Deep river“ wiederum ließ von einer besseren Welt träumen. Wurden nun Wunsch- oder auch Angstträume musikalisch abgehandelt, allen weltlichen und auch geistlichen Chorstücken gemeinsam war die überzeugende Interpretation – ob mit sanften, beglückenden Chor(wohl)klängen oder eben auch mitreißenden Fortissimo-Akkorden in reinster Intonation.

 

Johannes Kaupp führte den Chor genial, mit viel Präzision und Leidenschaft, aber stets ruhiger Hand, die die so wichtige verbindende „Größe“ hin zu den Sängern bildete. Joachim Reiber – wissenschaftlicher Mitarbeiter und Redakteur im Wiener Musikverein sowie bis 2023 Chefredakteur des vom Musikverein herausgegebenen und mehrfach international ausgezeichneten Magazins „Musikfreunde“ – erläutere mit nahezu poetisch formulierten Texten den Programmablauf vornehm und gekonnt. 

 

Text und Bilder: Josef Penzendorfer                 

J. Penzendorfer