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Wieviel Wahnsinn braucht die Musik?

Wieviel Wahnsinn braucht die Musik?

Mi., 06.05.2026

Wieviel Wahnsinn braucht die Musik?

Anton Bruckner und andere musikalische Biografien - ein psychologisches Rätsel!?
Leitung:Dr. Joachim Reiber
Beitrag:€ 13,00
Kursnummer:2026-05-06B

Beschreibung:

Was ist normal? Wo streift das Außerordentliche?
Anton Bruckner - genialer Komponist und rätselhafte Künstlerpersönlichkeit. Immer wieder wurde ihm nachgesagt, "verrückt" zu sein - selbst von Kollegen wie Johannes Brahms. Zwangsstörungen, Selbstzweifel, religiöser Fanatismus - vieles in Bruckners Leben wirkt aus heutiger Sicht psychologisch auffällig. Doch was sagt das über seine Musik? Gibt es einen Zusammenhang zwischen seelischer Not und schöpferischer Kraft?
Der Vortrag spürt diesem Verhältnis nach - zwischen Kunst und Wahnsinn, Leben und Werk, Bruckner und seiner Zeit. Dabei wird der Blick auch auf andere bedeutende Komponistinnen und Komponisten gerichtet, deren Biografien von inneren Kämpfen, psychischen Erkrankungen oder außergewöhnlichen Persönlichkeitsmerkmalen geprägt waren: Robert Schumann mit seinen manisch-depressiven Schüben, Gustav Mahler zwischen neurotischer Strenge und tiefster Melancholie, die mystisch-abgründige Klangwelt einer Galina Ustwolskaja oder die emotionale Zerrissenheit in der Musik von Peter Tschaikowsky.
Wie beeinflussten diese seelischen Zustände ihr Schaffen? Und umgekehrt: Welche Rolle spielte die Musik als Ventil, Ausdruck oder Überlebensstrategie?
Ein Vortrag über das fragile Gleichgewicht zwischen innerer Zerrissenheit und künstlerischer Größe - mit Anton Bruckner im Zentrum, aber offen für das größere Panorama psychologisch geprägter Musikbiografien.

6.Mai 2026,
Mittwoch, 19 Uhr

Referent: Dr. Joachim Reiber
Joachim Reiber ist seit 1989 im Wiener Musikverein tätig und Chefredakteur des Magazins "Musikfreunde". Der in Stuttgart geborene Germanist und Historiker veröffentlichte Bücher wie "Menschen Stimmen Götterfunken. Wiener Singverein" (2007) und "Gottfried von Einem. Komponist der Stunde null" (2017)

Beitrag: € 13,-
Anmeldung: nicht erforderlich

Termine und Zeiten:

Termin: Mittwoch, 06.05.2026 von 19.00-22.00 Uhr