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Passionsspiele

Passionsspiele

Sa., 27.07.2019

Passionsspiele

Erl 2019
Kursnummer:2019-07-27

Beschreibung:

Text von Felix Mitterer:
"Es war mir eine Ehre, die Geschichte Christi für Erl auf meine Weise erzählen zu dürfen. Wichtig war mir vor allem: Eine Passion für die Zuschauer von heute zu schreiben. Menschen zu zeigen, auch und vor allem den Menschen Jesus. Die Frauen stärker ins Zentrum zu rücken - wie es auch Jesus tat. Judas - den größten Verräter aller Zeiten - zu entlasten. Schuldzuweisungen zu unterlassen und den Antisemitismus endgültig zu beseitigen. Die Botschaft der (Nächsten-)Liebe deutlich herauszuarbeiten. Nicht zuletzt: Ein spannendes, berührendes Theaterstück zu schreiben." (Felix Mitterer)

Alle sechs Jahre beteiligen sich rund 600 Laiendarsteller der 1450 Einwohner aus der Gemeinde Erl aktiv am Passionsspiel. Erl ist der älteste Passionsspielort im deutschsprachigen Raum.
"Wir wissen aus alten Überlieferungen, dass bayerische Wallfahrer auf ihrer Reise nach Altötting, die sie per Schiff auf dem Inn unternahmen, im Jahre 1613 ein Osterspiel auf der Scheiben, einem Ortsteil von Erl, nahe am Inn gelegen, besuchten. Sicher sind sie in jener Zeit in Dankbarkeit für Gottes Schutz und Hilfe vor Krankheit, Pest und Kriegsgefahr aufgeführt worden. Damit beginnt die Geschichte der Erler Passionsspiele."
Gespielt wurde an verschiedenen Spielstätten. Das aktuelle, nicht beheizbare Passionsspielhaus mit seiner einzigartigen Architektur und Akustik wurde allein zur Aufführung der Passionsspiele errichtet und feierte 2009 seinen 50. Geburtstag.
Charakteristisch für das Erler Spiel: eine ausgeprägte Szenengestaltung des Kreuzweges, ein aktueller und moderner Text, eine eigens komponierte Passionsmusik, live präsentiert von Chor und Orchester
Im Zuge des 400-Jahr-Jubiläums wurde dem Besucher auch die Möglich-keit geboten, die Jubiläumsausstellung im Kunstraum des Passions-spielhauses kostenlos zu besuchen. In dieser wurde versucht, Einblicke in die 400-jährige Geschichte der Erler Passion zu geben und den Gästen auch einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen. Schwerpunkte der Ausstellung waren: Passionsspielhäuser in Erl (Modelle, Pläne, Bauaufnahmen etc.), Darsteller der einzelnen Spieljahre, Entwicklung der Kostüme/Szenen/Bühnenbild, Gezeichnete Szenen von Herrn Prof. Oswald Kollreider, "Der Kreuzweg" von Frau Silke Bosbach
Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts besaß Erl ein Passionsspielhaus, in dem 1700 Zuschauer Platz fanden. Es wurde von 1909 bis 1911 erbaut und stand im Ortsteil "Weidau". Durch einen Brand wurde diese Spieltenne 1933 zerstört.
Das aktuelle Passionsspielhaus wurde nach den Plänen von Architekt Robert Schuller von 1957 bis 1959 erbaut und kann als ein akustisches und architektonisches Meisterwerk betrachtet werden. Es fügt sich harmonisch in die Landschaft und verlängert schneckenförmig das Gebirge in die Ebene hinein. Seine außergewöhnliche, kühne Form hat das Gebäude zu einem markanten Wahrzeichen von Erl werden lassen. Das größte Parterretheater Österreichs bietet Platz für 1500 Besucher. Die Bühne mit einer Breite von 25 Metern und einem Podest- und Stufenaufbau bildet einen höchst eindrucksvollen Rahmen für die Darsteller.
Die neben dem Passionsspielhaus platzierte Dornenkrone wurde am 13. September 1959 beim Festumzug in Innsbruck von Schützen mitgetragen. Anlass war das 150. Andreas-Hofer-Gedenkjahr zur "Befreiung Tirols", 1809-1959. Dieses Auftragswerk der Südtiroler Landjugend sollte "Symbol des Leidens" sein, ein Zeichen für die Trennung von Nord- und Südtirol. 1963 kam die Dornenkrone nach Erl und fand hier den passenden Platz. Verewigt ist sie auch im Erler Gemeindewappen.
Kufstein - die Festungsstadt
Jahrhundertalte Kultur wetteifert hier mit beeindruckender Natur. Mittel-punkt und Wahrzeichen der Stadt ist die Festung. Das Sparkassengebäude am Oberen Stadtplatz erinnert an das Bürgertum des 19. Jhs. Gegenüber steht das im Jugendstil geprägte Egger-Gebäude mit seinem weit um bekannten Spiegelsaal. Beim Madersperger-Denkmal in der Kienbergstraße trifft man Zeitgeschichte in steinerner Form an. Das Spindler Denkmal erinnert an den Kufsteiner, der bei Kalafat einen letzten Sieg über die Türken errang. Auf dem Heldenhügel steht übergroß und in Bronze gegossen Andreas Hofer, Freiheitsheld und Rebell. Aus bestem Marmor wurde der Deutsche National-Ökonom Friedrich List verewigt. Am Unteren Stadtplatz steht das Rathaus mit seinem für Tiroler Baukunst untypischen Treppengiebel, die Fassade mit seinen Figuren und Wappengalerie ist sehenswert. Die Stadtpfarrkirche St. Vitus (1400) ist eine spätgotische Hallenkirche. Im 17. Jhd. wurde sie barockisiert und 1840 spätklassizistisch erneuert. Der Marienbrunnen aus dem Jahre 1863 steht im Blickpunkt des Unteren Stadtplatzes …

Samstag, 27. Juli 2019,
Abfahrt um ca. 6.45 Uhr in Seitenstetten - Wolfsbach - Haag - Enns - Linz nach Erl
Beginn der Vorstellung 13 Uhr
Begleitung Prior P. Laurentius Resch OSB, Josef Penzendorfer
Preis (Karte Kat. I) € 80,- (inkl. Fahrt)
Anmeldung möglichst umgehend erbeten im Reisebüro Kattner/Haag unter 07434/42245

Termine und Zeiten:

Termin: Samstag, 27.07.2019 von 07.00-16.00 Uhr